Wenn im Winter nichts wächst und der Garten brach liegt, läuft der Gärtner von Baum zu Baum, schaut unter den Büschen und unter dem Laub und sucht nach den ersten Anzeichen des nahenden Frühlings. Rötliche Knospen, blassgrüne Zwiebeltriebe oder winzige Gräser kann er dann entdecken und wähnt sich schon am Ende des Winters…

Wer sich nicht mit dem natürlichen und daher besonders langsamen Entwicklungstrieb der Pflanzen zufrieden geben möchte, dem sei die Anlage eines Mistbeets empfohlen. Durch die Wärmeentwicklung des vorrottenden Mists und die wärmenden Sonnenstrahlen können im Mistbeet ab Anfang Februar schon die ersten Salate und Gemüsepflanzen gezogen werden.

Ich habe vor zwei Jahren zum ersten Mal ein Mistbeet gepackt. Im ersten Jahr hatte es den erwünschten Wärmeeffekt, so daß ich darin sogar Wasser- und Honigmelonen ziehen konnte. Im zweiten Jahr benutzte ich es nur als Frühbeet. Im Herbst letzten Jahres räumte ich das Frühbeet komplett aus und brachte den verrotteten Inhalt auf meine Beete als Kompost aus.

Nachdem ich gestern schon die erste Fuhre Pferdeäpfel hineingeschüttet habe, kamen heute drei weitere große Schubkarren frischer Pferdemist hinein. Nach dem Festtreten, schüttete ich eine Hand breit halb verrotteter Blätter darüber, die ich noch als Mulch zwischen den Himbeeren und unter den Obstbäumen liegen hatte. Dies soll eventuell entstehende Ammonikdämpfe zurückhalten. Als letzte Schicht kam frischer Kompost von der örtlichen Grünschnittverwertungsstelle hinzu. Natürlich kann man auch Gartenerde mit eigenem Kompost vermischen und hinein tun. Fertig ist das Mistbeet. Jetzt lass ich es noch die nächsten beiden Tage hineinregnen und dann kann es auch schon los gehen mit dem Einsäen.

Hat jemand Erfahrungen mit anderen Mistarten, z.B. mit Hühnermist gemacht?

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