Im Herbst letzten Jahres hatte ich mich dazu entschlossen eine seit einigen Jahren als temporäre Ziegenweide genutzte Streuobstwiese  mit jungen Halbstammobstbäumen zu bepflanzen. Die Wiese war früher einmal Teil des dörflichen Streuobstgürtels. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft ist die Wiese  in den letzten 50 Jahren zunehmend verfilzt und danach auch verbuscht. Vor etwa 15 Jahren hatten wir bereits die noch vorhandenen, mit Brombeeren zugewucherten Apfelbäume freigeschnitten und seitdem durch eine jährliche zwei bis dreimonatige Ziegenbeweidung freigehalten. Mittlerweile ist das Hartriegel-Schlehengehölz durch den kontinuierlichen Verbiss stark zurück gedrängt und die älteren Hölzer weitgehend abgestorben.

Im Prinzip kann man das dreieckige, nach Südwesten geneigte Hanggrundstück in mindenstens drei Bereiche untergliedern.

streuobstwiese
Das Grundstück misst etwa 25 Ar

Da wäre zum einen der verwilderte, im nordseitigen Eck mit Schlehen, Hartriegeln, Flieder, Wildapfel, verwilderten Zwetschgen und Apfelbäumen, eines alten Nussbaumes sowie mittlerweile auch einigen hoch gewachsenen Eichen und Eschen belebte Teil, der jüngst durch Ziegenverbiss stark in Mitleidenschaft gezogen und weitgehend entholzt ist. Einzig die dickeren Stämme mit harter Rinde wurden von den Ziegen verschont, die meisten Sträucher und Büsche sind soweit verbissen, dass sie am Absterben sind. Jedoch treiben jedes Frühjahr aus den noch vorhandenen Wurzelstöcken neue Triebe aus, die von den Ziegen vorzugsweise abgeknabbert werden.

Der zweite und mittlere Bereich des Grundstücks wird von einer extensiv bewirtschafteten Trockenwiese eingenommen, auf welcher drei Apfelbäume, sowie ein vor zehn Jahren gepflanzter Kirschbaum, ein vor etwa fünf Jahren gepflanzter Mirabellenbusch und ein grosser Weissdornbusch stehen. Diese Bäume wurden bisher durch Drahtgitter vor Verbiss geschützt. Die Apfelbäume bringen etwa alle zwei Jahre eine gute Ernte, leider konnten wir die Sorten bisher nicht eindeutig bestimmen.

Der dritte Bereich besteht aus einer Schlehenhecke, welche von einer wilden Mirabelle und einem buschartigen Weidenbaum-Flieder-Brombeer Gehölz begrenzt wird.

Die vier jungen Obstbäume habe ich im mittleren Bereich an die Südwestseite des Grundstücks gepflanzt. Es handelt sich dabei um zwei Birnbäume (Alexander Lucas und Wahl´sche Schnapsbirne), einen Apfelbaum (Klarapfel), sowie einen zusätzlichen Kirschbaum (Kordia).

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Im Vordergrund der neue Kirschbaum, etwas links dahinter der Klarapfel, im Hintergrund der Altbestand mit drei Apfelbäumen und verwildertem Schlehen-Hatriegel Gehölz.

Nachdem die Bäume den Winter überstanden haben, plane ich für das Frühjahr eine Obstbaumscheibe im Sinne der Obstbaum-Lebensgemeinschaft (OLG) um die Obstbäume herum anzulegen. In den ursprüngliche Charakter der Trockenwiese soll darüber hinaus nicht weiter eingegriffen werden.

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