Der Februar war im Vergleich zum Januar und auch im Vergleich zum langjährigen Mittel deutlich zu warm, sowohl in den Niederungen als auch in den Hochlagen. In Weil am Rhein betrug die Durchschnittstemperatur etwa 5,6°C, was im Vergleich zur Basler Mitteltemperatur der Station Binningen, welche 2,6°C im Zeitraum 1981-2010 beträgt, drei Grad über der Norm entspräche. Auch am Feldberggipfel lag die durchschnittliche Februartemperatur mit etwa 0,1°C drei Grad über der Norm. Dies erklärt auch die schlechte Schneelage der letzten Wochen.

Nachdem der Januar mit sintflutartigen Regenfällen geendet hatte, bescherten uns die ersten drei Februartage relativ warme und teils sonnige Verhältnisse mit anhaltendem Tauwetter bis in die höchsten Schwarzwaldlagen. Rechtzeitig zum ersten Februarwochenende stellte sich jedoch wieder eine Regen- und Schneewetterlage ein, welche den Skigebieten, wieder 10-30cm Neuschnee bescherte und im Flachland für ein trübes und nasses Wochenende sorgte.

Vom 04. bis 10. Februar stellte sich in den Hochlagen wieder eine Dauerfrostperiode ein mit teils wechselhaften Wetterverhältnissen. Diese Wetterlage wurde dann abgelöst durch ein stationäres Hoch, welches unserer Gegend bis zum 16.02. weitgehend schönes und sonniges Wetter brachte, mit einer Inversionswetterlage im Schwarzwald und ersten frühlingshaften Temperaturen im Flachland, wo das Thermometer am 15. und 16.02. erstmals in diesem Jahr über die 15 grad Marke stieg.

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Die zweite Monatshälfte startete mit dem Durchzug einer Kaltfront am 17.02., welche die Inversionswetterlage mit teils kritisch erhöhten Feinstaubbelastungen in der Rheinebene  auflöste und die Durhschnittstemperaturen wieder in der Bereich der Norm brachte. In den folgenden Tagen blieg es meist trüb, neblig und kühl mit Tageshöchstemperaturen um 10°C, ehe es am 23.02. im Vorfeld eines über die Nordsee jagenden Sturmtiefs zu einem kurzen Frühlingseinbruch mit mit bis zu 20°C in Rheinfelden im südlichen Markgräflerland kam.

Doch die Freude währte nur kurz, denn das Sturmtief brachte über Nacht eine erhebliche Abkühlung von bis zu 11 Grad, sodass die Maximaltemperatur am 24.02. am selben Standort nur noch knapp unter 9°C lag.

Am Monatsende wurde uns nochmals das komplette Wetterrepertoire des Februars im Schnelldurchlauf präsentiert, Sonne und Wärme am 26. und 27.Februar. Sturm, Regen und Schnee bis ins tiefere Bergland in der Nacht auf den 28.02. und nochmals Regen, Graupel und Schneeschauer tagsüber.

Der Temperatursturz  und die starken Niederschläge in Form von Schnee brachten den schon überwunden geglaubten Winter am letzten Februartag wieder ins Spiel und die Schneedecke konnte  mit Neuschneemengen von bis zu 30cm wieder auf ein wintersporttaugliches Niveau ansteigen.

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