Der November war bisher alles andere als freundlich. Seit Anfang des Monats war es fast durchgehend regnerisch und stets bewölkt. Mit dem heutigen Tag gab es einen vorläufigen Höhepunkt des garstigen Novemberwetters. Zuerst überquerte eine Warmfront in der Nacht von Samstag auf Sonntag Süddeutschland und brachte grosse Mengen Regen, dann folgte am Sonntag Nachmittag eine Kaltfront mit starken Sturmböen und einer abrupt fallenden Schneefallgrenze.

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Verlauf der Kaltfront um 15:30. Auf der roten Linie sind bis zu 40l/h Niederschlag gefallen. Allerdings hat sich die Front auch sehr schnell vorwärts bewegt.

Die extrem starken Niederschläge, die in den letzten zwei Tagen im Hochschwarzwald gefallen sind, führten zu einem unerwartet hohen Hochwasserabfluss im Wiesental, wo am späten Sonntag Nachmittag mit knap 260 cm Pegelstand in Zell die 10-Jahres Hochwassermarke geknackt wurde.

Die höchsten Regenmengen kamen an der Messstation an der Krunkelbachhütte zustande. Dort kamen bis Sonntag abend innerhalb von 48 h über 180 l/qm Niederschlag zustande (siehe Grafik).

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Im Laufe des Nachmittags zog dann von Nordwesten die Kaltfront mit gewittrigen Starkniederschlägen und Sturmböen über den Schwarzwald und lies seitdem die Temperaturen um 6-8 Grad und die Schneefallgrenze um mehrere Hundert Meter sinken. In der Rheinebene sank die Temperatur beispielsweise in Freiburg und Müllheim innerhalb von vier Stunden von knapp 12°C auf etwa 4°C und im Hochschwarzwald von +5°C auf -3°C auf dem Feldberg und auf dem Belchen.

 

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